Schottische Hochlandrinder pflegen Ausgleichsflächen in Memmingen
Ein Memminger Metzger hält eine kleine Herde Schottischer Hochlandrinder, die für die Stadt Feuchtwiesen beweiden und gleichzeitig hochwertiges Fleisch liefern.
Georg Dauner, Metzgermeister aus Amendingen, betreibt seit 2022 eine Herde Schottischer Hochlandrinder auf familieneigenen landwirtschaftlichen Flächen. Die elf Tiere pflegen dabei auch Ausgleichsflächen der Stadt Memmingen.
Die Rinder eignen sich besonders für extensive Weidehaltung: Sie sind robust und genügsam, benötigen keine Zusatzfütterung und können ganzjährig auf der Weide bleiben – auch der Bulle zusammen mit den Kühen und Kälbern. Durch ihre geringen Trittschäden und die Ausscheidungen fördern die Tiere die Artenvielfalt auf Feuchtwiesen. Ferdinand Fehler, Naturschutzfachkraft der Stadt Memmingen, lobt ihre Eignung als Landschaftspfleger. Die Weideflächen zeigen seltene Pflanzen und ein großes Insektenangebot, das Vögel anzieht.
Neben dem Hobby ist die Herdenhaltung für Dauner auch wirtschaftlich interessant: Das Fleisch der Schottischen Hochlandrinder ist cholesterinarm und regional erzeugt. Die Nachfrage ist groß – der letzte geschlachtete Ochse war bereits verkauft, bevor der Schlachttermin feststand. Dauner ist Mitglied im Verband Deutscher Highland Cattle Züchter und Halter; Infotafeln an den Weideflächen informieren Spaziergänger und Radfahrer über die Vorteile der Rasse und extensiven Haltung.
Quelle: Pressestelle Stadt Memmingen, Mitteilung vom 13. August 2026.