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31.07., 12:00

Fränkische Wässerwiesen als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt

Die traditionelle Wässerwiesenwirtschaft in Franken ist von der UNESCO in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Staatsministerin Dr. Anna Lührmann übergab die Urkunde bei einem Festakt in Schwabach.

Die fränkische Wässerwiesenwirtschaft wurde in die "Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit" aufgenommen. Bei einem gemeinsamen Bürgerfest und Festakt in Schwabach, organisiert von den Städten Schwabach, Nürnberg und Forchheim sowie dem Landkreis Forchheim und der Gemeinde Möhrendorf, übergab Staatsministerin Dr. Anna Lührmann vom Auswärtigen Amt die Urkunde. Sie hob hervor: "Die Wässerwiesen stellen nachweislich eine jahrhundertalte lebendige Tradition dar" und würdigte die Zusammenarbeit von sieben Nationen im internationalen Bewerbungsverfahren.

Die Wässerwirtschaft wird in Franken seit Jahrhunderten entlang der Rednitz, Regnitz und Wiesent betrieben und gilt als wahrscheinlich größtes zusammenhängendes Bewässerungsgebiet Europas. Die rund 200 Kilometer Wässergräben in Nürnberg und Schwabach prägen die Landschaft erheblich. Oberbürgermeister Peter Reiß würdigte den Beitrag zur Erholung: "Ohne die Wässersysteme wären die Wiesen aufgrund der trockenen Sandböden braun und ausgebrannt."

Herausforderungen für die Zukunft

Die Wässersysteme stehen jedoch unter Druck durch Strukturwandel in der Landwirtschaft und Fehlverhalten von Besuchern. Hinterlassenschaften von Hunden und Trampelpfade beschädigen die Wiesen. Ein gemeinsames Projekt der Städte Nürnberg und Schwabach, gefördert durch den Bayerischen Naturschutzfonds, zielt auf den Erhalt dieser Kulturtechnik ab.

Quelle: Pressestelle Stadt Schwabach, Mitteilung vom 17. Mai 2024.