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KulturDachau

19.08., 20:06

Bayerischer Bibliothekspreis 2026: Dachau und Untermeitingen ausgezeichnet

Die Stadtbücherei Dachau erhält den Hauptpreis des Bayerischen Bibliothekspreises 2026, die Gemeindebücherei Untermeitingen im Landkreis Augsburg den Sonderpreis.

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und der Bayerische Bibliotheksverband zeichneten die beiden Einrichtungen am 17. August aus. Insgesamt 15.000 Euro Preisgeld werden vergeben: 10.000 Euro für den Hauptpreis, 5.000 Euro für den Sonderpreis.

Stadtbücherei Dachau
Die Dachauer Bücherei überzeugte die Fachjury mit ihrem breiten Angebot und ihrer Funktion als lebendiger Treffpunkt. Die Einrichtung veranstaltet jährlich über 200 Veranstaltungen und arbeitet mit mehr als 50 Partnern zusammen. Über 60 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit. Zu den Projekten zählen die "Artothek goes Altenheim", Demokratiewochen und Sprachcafés. Die Bücherei bietet verschiedene Bereiche: eine Literathek für Leseförderung, eine Artothek für Kunstprojekte, eine Eduthek mit Lernräumen und eine Aktivthek, die Vereinen auch außerhalb der Öffnungszeiten zur Verfügung steht.

Bücherei Untermeitingen
Die Gemeindebücherei erhielt den Sonderpreis für ihre medienpädagogischen Programme zu Coding und Robotik. Mit Bee-Bots, Dash-Robotern und Ozobots vermittelt sie Kindern und Jugendlichen Grundlagen des Programmierens. Die Bücherei kooperiert eng mit der örtlichen Mittelschule und dient anderen Bibliotheken der Region als Vorbild.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Pressemitteilung vom 17. August 2026.

01.08., 02:00

Buchenwald-Überlebender und Ehrenbürger Sol Lurie gestorben

Sol Lurie, der 2024 zum Ehrenbürger Weimars ernannt wurde, ist im Alter von 95 Jahren in den USA verstorben.

Sol Lurie, Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald und seit April 2024 Ehrenbürger der Stadt Weimar, ist in Monroe Township (USA) gestorben. Dies teilte seine Familie mit.

Lurie wurde 1930 in Kaunas, Litauen, geboren. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 wurde er ins Ghetto von Kaunas gezwungen. Zwischen 1941 und 1945 war er in sechs Konzentrationslagern inhaftiert: Stutthof, Kaufering-Landsberg, Dachau, Birkenau, Auschwitz und Buchenwald. Seine Mutter wurde zwei Tage vor der Befreiung des Lagers Stutthof ermordet. Nach seiner Befreiung 1945 kam Lurie in ein Waisenhaus in Frankreich und zog 1947 in die USA.

Vor mehr als 20 Jahren begann Lurie, von seinen Erlebnissen zu berichten. 2025 erschien seine Autobiografie "Life Must Go On: The Remarkable Story of Sol Lurie, the Kovno Ghetto, and the Tragic Fate of Lithuania's Jews" im Verlag Pegasus Books. Lurie hinterlässt zwei Töchter und einen Sohn sowie deren Familien.

Quelle: Pressestelle Stadt Weimar, Mitteilung vom 1. April 2026.

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