Region Stuttgart fordert Entlastung bei ÖPNV-Finanzierung
Landkreise und Landeshauptstadt Stuttgart fordern vom Land Baden-Württemberg eine Anpassung der Tarifzonenreform-Finanzierung und vom Verband Region Stuttgart eine zweijährige Aussetzung der Verkehrsumlage.
Die fünf Verbundlandkreise Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Göppingen und Rems-Murr sowie die Landeshauptstadt Stuttgart stehen vor erheblichen finanziellen Belastungen bei der ÖPNV-Finanzierung. Alle 179 Städte und Gemeinden der Region haben sich den Forderungen angeschlossen.
Forderungen an das Land
Die Kommunen fordern vom Land Baden-Württemberg eine Anpassung des Vertrags zur Finanzierung der Tarifzonenreform von 2019. Damals wurde die Tarifstruktur von über 50 auf sechs Zonen reduziert, was Einnahmeverluste von 42,3 Millionen Euro verursachte. Während das Land diese anfangs mitfinanzierte, zog es sich seit 2025 vollständig zurück. Mit Einführung des Deutschlandtickets sei die Tarifzonenreform nur noch für etwa 20 Prozent der Gelegenheitsverkehr-Einnahmen relevant. Dennoch leisten die Kommunen weiterhin den vollständigen Ausgleichsbetrag. Nach Angaben der Antragsteller erhält das Land jährlich 2,93 Millionen Euro, von denen bei Anpassung auf aktuelle Verhältnisse 2,35 Millionen Euro entfallen würden.
Forderungen an den Verband Region Stuttgart
Der Verband soll seine Verkehrsumlage für zwei Jahre aussetzen. Die Rücklage des Verbands betrug 2026 etwa 154 Millionen Euro. Die Kommunen begründen dies damit, dass bei Städten, Gemeinden und Landkreisen Rücklagen aufgebraucht seien, während Abbestellungen im Busverkehr drohten. Eine konstruktive Verhandlungslösung wird angestrebt.
Quelle: Pressestelle Landkreis Region Stuttgart, Mitteilung vom 13. Juli 2026.